Added: Oct 11, 2008
From: Parasit1982
Duration: 9:2
Die ungleiche Verteilung der Reichtümer ist der wichtigste Schlüssel zum Verständnis der modernen Welt. Warum sind Europa und Asien in der Geschichte so dominant? Warum haben nicht die Indianer, Afrikaner und Aborigines die Europäer und Asiaten versklavt und vernichtet? Der Schlüssel liegt in milieubedingten Entwicklungen. Lange umgingen die Historiker die Erforschung der Zivilisation und argumentierten nur mit nahe liegenden Gründen wie Eroberungskriegen und dem Expansionsstreben der industrialisierten Welt. Doch heute machen die Vertreter einer gewissen biologischen Forschungsrichtung weiter entfernte Gründe geltend, indem sie auf die angebliche Ungleichheit des genetischen Kapitals der Menschheit verweisen. Doch die ungleiche Entwicklung der menschlichen Gesellschaften ist milieubedingt und nicht auf genetische Unterschiede zurückzuführen. Dies beweist Jared Diamond anhand eines Rückblicks auf 13.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Indem er so unterschiedliche Disziplinen wie Genetik, Molekularbiologie, Verhaltensökologie, Epidemiologie, Linguistik, Archäologie und Technologiegeschichte heranzieht, verdeutlicht er insbesondere die Rollen der Lebensmittelproduktion und der Entstehung von dichten menschlichen Populationen, deren Herausbildung durch die landwirtschaftliche Revolution begünstigt wurde. Ferner zeigt er die Auswirkung der geografischen Lage auf die Verbreitung von Schrift und Technologie, die in Eurasien mit dem Breitengrad und in Amerika und Afrika mit dem Längengrad variiert.
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Tags: diamond entwicklungen erforschung eroberungskriegen gesellschaften jared kapitals menschheit menschheitsges zivilisation
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